Artikel WNOZ vom 11.01.2011
WALD-MICHELBACH. Ein positives Fazit der ersten Rundenhälfte zieht Uwe Engert, Trainer bei Gruppenliga-Aufsteiger Eintracht Wald-Michelbach II. "Wir haben uns als Neuling im Mittelfeld bis jetzt etablieren können, was ja auch unser Ziel war", meldet Engert Vollzug des vor Saisonbeginn ausgegebenen Ziels. Damit hat sich die Eintracht-Zweite eine solide Basis zum Erreichen des Klassenerhalts geschaffen, wie der Coach ausführt und optimistisch auf die Rückrunde blickt: "Durch unsere 27 Punkte in der Vorrunde haben wir einen gewissen Grundstein für die Rückrunde legen können."
Rundum zufrieden ist Engert dennoch nicht, ein paar Zähler mehr hätten es doch sein dürfen. Allerdings - darauf wurde von den ETW-Verantwortlichen schon zu Rundenbeginn verwiesen - ist das Team noch sehr jung und unerfahren, Fehler dürfen ausdrücklich gemacht werden. "Sicher kann man sagen dass wir einige Punkte zu wenig erreicht haben, aber wir haben auch eine junge Mannschaft und die Klasse ist für viele auch Neuland", sieht Engert seine Truppe im Lernprozess mit Potential nach oben.
Unberechenbare Klasse
Umso höher ist dann aber die Leistung einzuschätzen, wenn man einen Blick auf die anspruchsvolle, mit hohem Niveau ausgestattete und so unberechenbare Gruppenliga wirft. Nicht nur einmal stolperten Spitzenteams über vermeintliche Abstiegskandidaten. Ein gutes Beispiel lieferte die ETW selbst: Beim Tabellenzweiten und Top-Aufstiegsfavoriten TS Ober-Roden landete die Engert-Elf einen 1:0-Auswärtscoup. Das hat auch Engert überrascht: "Die Klasse ist sehr schwer und oft unberechenbar. Es kommen öfters Ergebnisse, mit denen ich im Vorfeld nicht gerechnet habe."
Als beste Waffe sieht der Übungsleiter die mannschaftliche Geschlossenheit. "Wir sind eine Mannschaft, wo jeder seine Stärken in die Mannschaft einfügt. Jeder Spieler verfügt über seine eigenen Qualitäten. Im Endeffekt macht die mannschaftliche Geschlossenheit ein Team aus", so Engert. Auch wenn er ausdrücklich darauf verweist, einzelne Spieler nicht gerne hervorzuheben, gibt es aber dennoch einen kleinen K ern, der als Herzstück fungiert. Die Offensive mit Miroslav Savanovic und Jan Schörling, die zusammen 29 der 44 ETW-Tore erzielt haben, der 18-jährige Aufsteiger Jannik Oberle und Kapitän Thomas Baucsek. "Oberle hat mit seinen 18 Jahren eine tolle Vorrunde gespielt. Und wir haben mit Kapitän Thomas Baucsek einen richtig guten Leader auf - und auch außerhalb des Platzes", lobt Engert.
Auftakt ist vorentscheidend
Eine sorgenfreie Rückrunde wünscht sich der Trainer. Dafür kann die Eintracht gleich zum Auftakt im neuen Jahr sorgen, denn mit der Tvgg. Lorsch und der SKG Ober-Beerbach sind der Vorletzte und Letzte die ersten beiden Gegner. "Zwei ganz wichtige Spiele, die richtungsweisend sein können", weiß Engert um die Brisanz in diesen Auseinandersetzungen, "Es wäre sehr wichtig, wenn wir hier gleich Punkten könnten, um uns frühzeitig ein weiteres Polster zu verschaffen." Denn durch die Unberechenbarkeit der Gruppenliga ist man schnell hinten drin. "Wir werden versuchen, so schnell wie möglich so viele Punkte wie möglich zu holen, um nicht doch noch nach unten zu rutschen. Wir wollen frühzeitig eine sorgenfreie Rückrunde spielen", gibt der ETW-Trainer die Richtung für 2012 vor.