+++ ETW gewinnt 1:0 beim Spitzenreiter SC Hanau 1960 Tor: Wogawa 85 min ++++ +++ Kreis-Oberliga TV Lorsch gegen ETW 1b 1:1 ++++ +++

Wogawa trifft mit der ersten Ballberührung

Wald-Michelbach. Eine Minute war Johann Wogawa im Spiel, und mit seinem ersten Ballkontakt sicherte der Wald-Michelbacher Neuzugang seiner Mannschaft in der 85. Minute den verdienten 1:0-Sieg in der Fußball-Verbandsliga beim SC 1960 Hanau. Der starke Andre Roth hatte den Treffer über rechts vorbereitet und von der Eckfahne nach innen geflankt, wo der aufgerückte Wogawa (Archivbild: Simon Hofmann) vollendete.

Groß war der Jubel im Lager der ETW, die schon am Donnerstag in Oberrad eine starke Leistung zeigte und 3:0 führte, ehe die Partie kurz vor dem Ende wegen dem Ausfall des Flutlichts abgebrochen wurde. Der Sieg beim zuvor ungeschlagenen Tabellenführer, der in vier Spielen immerhin 14 Tore erzielte, war für die Eintracht das I-Tüpfelchen.

Allerdings gibt es einen Wermutstropfen, denn in der 84. Minute musste Jan Gebhardt vom Platz, nachdem er umgeknickt war. Für ihn kam der Ex-Unter-Flockenbacher Wogawa. „Das sind Geschichten, die schreibt nur der Fußball“, sagte ETW-Pressesprecher Lothar Strusch und hofft, dass Gebhardt nicht länger ausfällt.

Mit einer starken Defensivleistung legten die Odenwälder im 16 000 Zuschauer fassenden Hanauer Stadion (gekommen waren allerdings nur 150) den Grundstein zum Sieg. Angeführt von Dalio Memic und Tobias Hastert ließen die Wald-Michelbacher dem Aufsteiger kaum eine Möglichkeit. In der ersten Hälfte hätten die Gäste schon in Führung gehen können. Doch Roth (25.) und Hastert mit einem Volleyschuss (32.) scheiterten, dann wurden die einschussbereiten Strkalj (34.) und Bundschuh (43.) nach Vorlagen von Roth und Gebhardt im letzten Moment noch behindert. Die Hanauer, die vom ehemaligen ETW-Oberligaspieler Seref Zangir trainiert werden, hatten einigen Respekt vor den pfeilschnellen Wald-Michelbachern und rückten bei Standardsituation nur verhalten auf.

In der zweiten Hälfte vergab Gebhardt nach einem Alleingang die Führung, als sein Schuss aus halblinker Position am langen Pfosten vorbeiging (65.). Zuvor hatte schon Strkalj mit einem 18-Meter-Volleyschuss keinen Erfolg (50.) und scheiterte auch in der 68. Minute mit einem Kopfball. Das Tor lag in der Luft, doch auch auf der Gegenseite musste Helfrich einmal eingreifen (67.), in der 77. Minute ging ein 14-Meter-Schuss von Salentik vorbei. Bei einem Drehschuss von Gebhardt im Liegen (74.) hatten die Wald-Michelbacher den Torschrei schon auf den Lippen - für den sollte schließlich der eingewechselte Wogawa sorgen. ET Wald-Michelbach: Helfrich - Memic, Fischer, Bundschuh, Besic, Fetsch (88. Stojnic), Schitz, Hastert, Roth, Strkalj (72. Kavak), Gebhardt (84. Wogawa). Tor: 0:1 Wogawa (85.). Schiedsrichter: Jantz (Wiesbaden), Zuschauer: 150. Beste Spieler: Memic, Roth, Hastert. beg

 

 

Wald-Michelbach, 17.08.2016
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Leserbrief

Wald-Michelbach. Sechs Punkte gegen starke Gegner: Der Saisonstart von Eintracht Wald-Michelbach in der Fußball-Verbandsliga kann sich sehen lassen. Heute Abend (19.30 Uhr) gasiert Aufsteiger Usinger TSG in Wald-Michelbach und damit bietet sich der ETW die Möglichkeit, vor dem spielfreien Kerwewochenende den dritten Dreier nachzulegen.

„Von den Ergebnissen war der Auftakt perfekt“, sagte ETW-Vorsitzender Peter Bihn, der die sechs Punkte aber auch nicht überbewerten will. Immerhin waren die Siege gegen TS Ober-Roden (1:0) und Spvgg. Neu-Isenburg (3:2) knapp. „Zu Hause gegen Neu-Isenburg haben wir extrem defensiv gespielt“, gibt Bihn zu, diese Taktik von Trainer Sebastian Haag, die letztlich den Grundstein zum Heimsieg legte, könne natürlich nicht immer durchgezogen werden. Schon heute gegen den Aufsteiger aus Usingen wird sich die ETW wieder auf ein anderes Spiel einstellen müssen.

Gefährlicher Spielertrainer

„Wir dürfen den Aufsteiger nicht unterschätzen. Usingen hat nach zwei Jahren seinen Torjäger Marcel Kopp als Spielertrainer zurückbekommen. Den müssen wir erst einmal in den Griff bekommen“, warnte Bihn. Mit 1:0 gegen Alsbach und 2:1 bei Türk Gücü Friedberg hatten die Gäste einen ähnlich guten Auftakt wie die Wald-Michelbacher. „Nichtsdestotrotz ist es ein Heimspiel und da wollen wir drei Punkte, zumal wir dann zwei Auswärtsspiele in Folge haben“, meinte Bihn. Während Rene Brunner nach einer Becken-OP noch länger ausfällt, steigt Marcel Weyrauch am Montag wieder ins Training ein.

Ein Problem hat die Eintracht allerdings auf der Torwartposition, nachdem Imre Knyaz im Urlaub war und sich Toni Cosic verletzt hat. Am Samstag saß der 45-jährige Torwarttrainer Michael Löb als Notnagel auf der Bank, in der zweiten Mannschaft musste mit Lars Kessler sogar ein Feldspieler gegen die SG Einhausen ins Tor. „Er hat das richtig gut gemacht. Mit einem echten Torwart wäre aber sicherlich mehr möglich gewesen“, sagte Bihn, der mit dem 2:2 gegen einen Meisterschaftsfavoriten aber auch zufrieden sein konnte. „Die Torwartposition ist die Einzige, die nicht doppelt besetzt ist“, sagte Bihn und schließt nicht aus, einen vierten Keeper noch zu verpflichten. Mit der kurzfristigen Verpflichtung von Ivan Strkalj ist der ETW indes ein echter Glücksgriff gelungen. Der 24-jährige Kroate, der in seiner Heimatstadt Bruchsal lebt, verstärkt den Defensivverbund. Darüber hinaus haben die Wald-Michelbacher einige Neuzugänge aus unteren Klassen bekommen, die noch Zeit brauchen. Bihn nennt stellvertretend die beiden vom Gruppenligisten SV Unter-Flockenbach gekommenen Simon Heckmann und Johann Wogawa. „Es war klar, dass sie sich erst an das schnellere Spiel in der Verbandsliga gewöhnen müssen. Sie wissen das und sind ehrgeizig genug, es zu schaffen“, meinte der ETW-Vorsitzende. beg

ETW kauft Angstgegner den Schneid ab
Wald-Michelbach, 15.08.2016
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Leserbrief

Wald-Michelbach. Perfekter hätte der Saisonstart für Eintracht Wald-Michelbach in der Fußball-Verbandsliga Süd nicht sein können: Mit der Spvgg. Neu-Isenburg wurde nach TS Ober-Roden ein zweiter Rundenfavorit knapp mit 3:2 bezwungen. Dazu noch eine Mannschaft, „gegen die wir in den vergangenen fünf Jahren noch nie gewonnen haben“, freute sich ETW-Präsident Peter Bihn. Und Trainer Sebastian Haag war überglücklich, dass die geänderte Taktik aufging und die Eintracht am Ende 3:2 die Nase vorn hatte.

In den ersten 15 Minuten hatte es allerdings noch nicht nach einem Sieg ausgesehen. Der Gast ließ die Hausherren kaum einmal über die Mittellinie kommen, drückte, machte die Räume eng, ging früh in die Zweikämpfe. Entsprechend schwer tat es sich die Haag-Elf, überhaupt ins Spiel zu kommen. Albert sorgte schon in der sechsten Minuten mit einem Drehschuss übers Tor für eine Schrecksekunde. Besser machte er es neun Minuten später, als er Helfrich keine Chance ließ. Aus dem Nichts ließen es die Einheimischen nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff klingeln. Die erste gefährliche Situation, der erste Schuss aufs Tor - und dann gleich der Ausgleich. Malcom Darffour nutzte die unübersichtliche Situation im Strafraum aus und schob ein.

War zuvor auf der Tribüne noch viel gegrummelt worden, hellten sich die Gesichter der Zuschauer nun zusehends auf. Neu-Isenburg blieb zwar weiterhin am Drücker, ging früh in die Zweikämpfe, zwang die ETW zu Fehlern in der eigenen Hälfte. Die Hausherren kamen aber zu gefährlichen Kontern, bei denen Neuzugang Ivan Strkalj seine Gefährlichkeit aufblitzen ließ. Einem Schuss knapp neben das Tor in der 22. Minute folgte dann die überraschende Führung durch ihn in der mit einem abgefälschten Knaller von der Strafraumgrenze (25.). Mit dem Treffer war für die Einheimischen der Knoten geplatzt, sie befreiten sich mehr und mehr aus der Umklammerung. Die Partie wurde härter und umkämpfter, Schiri Vogel musste ein ums andere Mal mahnend auf die Akteure einreden. Wenn die Gäste pressten, früh in der der ETW-Hälfte auf den Ball gingen, ließ sich die Heim-Elf aber weiter verunsichern. Prompt fiel in der 30. Minute der Ausgleich, mit dem es dann auch die Halbzeit ging.

Nach der Pause zuerst das gleiche Bild wie zu Beginn: Neu-Isenburg drückte, konnte aber keine wirklich zählbaren Chancen herausspielen. Vor dem Strafraum war meistens Schluss mit der Fußballkunst. Die Defensive der Wald-Michelbacher stand jetzt aus einem Guss, verleitete die Gäste zu vielen Fehlpässen. Ein schneller Konter nach einem harmlosen Freistoß bedeutete in der 58. Minute die Führung durch Jan Gebhardt. Jetzt war plötzlich Feuer im Spiel. Die ETW setzte nach, wollte jetzt mehr, die drei Punkte gegen den bisherigen Angstgegner zuhause behalten. Das Zweikampf-Verhalten wurde aggressiver, die Haag-Elf ging konsequenter auf den Ball, machte Räume eng. Folgerichtig gab’s ein paar gute Chancen. Eine große Schrecksekunde dann in der 81. Minute: Neu-Isenburgs Betz kam frei zum Kopfball, Torwart Helfrich schon geschlagen, da rettete Stojnic mit einem sensationellen Fallrückzieher direkt auf der Linie die knappe Führung. Und die lassen sich die Wald-Michelbacher in den Folgeminuten auch nicht mehr nehmen. Mit Mann und Maus wurde verteidigt.

Drei Nachspielminuten waren noch zu überstehen, dann ließen sich die Spieler nach dem finalen Pfiff jubelnd, aber erschöpft auf den Rasen sinken. Die Weinheimer Kerwe am Abend bildete dann das beste Ambiente für die Siegesfeier, während Coach Haag auf der Siedelsbrunner Kerwe die drei Punkte begoss. Er fand nur lobende Worte für seine Mannschaft. „Alle haben bis zum Umfallen gekämpft“, meinte er. Die Taktik, hinten gut zu stehen und auf Konter zu spielen, „hat drei Mal gut geklappt“, freute sich Haag. Der Sieg sei gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn Neu-Isenburg habe „einen absoluten Super-Kader“. Wie sehr sich die Spieler reinhängten, machte er auch am Engagement von Hastert und Memic fest, die angeschlagen in die Partie gingen, aber die Zähne zusammenbissen und bis zum Ende durchhielten. Eine große Bereicherung war der kurzfristige Neuzugang Ivan Strkalj, der vorher in Luxemburg gespielt hatte. Eigentlich kam der nur zum Training vorbei, fühlte sich aber nach drei Wochen in Wald-Michelbach so wohl, dass er gleich mitmachte. „Mir gefällt es hier und es passt alles“, meinte der in Bruchsal geborene Strkalj, der dort auch wieder wohnt. Eintracht Wald-Michelbach: Helfrich, Fischer, Memic, Bundschuh, Strkalj, Darffour (46. Stojnic), Besic, Schitz, Hastert, Roth (81. Kavak), Gebhardt (89. Wogowa). Tore: 0:1 Albert (15.), 1:1 Darffour (16.),2:1 Strkalj (25.), 2:2 Atzberger (30.), 3:2 Gebhardt (58.). Beste Spieler: Strkalj, Roth, Gebhardt. Zuschauer: 180. Schiedsrichter: Vogel (Frankfurt). tom

intracht Wald-Michelbach – Spvgg. 03 Neu-Isenburg 3:2 (2:2)

VLS_SV-Eintracht-Wald-Michelbach VLS_Spvgg. Neu-Isenburg

Nach 90 Minuten konnte kaum einer der Neu-Isenburger erklären, warum sie mit leeren Händen da standen. „Wir haben gegen einen tief agierenden Gegner, der kaum über die Mittellinie kam, verloren. Vom Kampf und von der Einstellung her waren wir gut, haben aber drei Gegentore bei fünf Chancen kassiert. Und zwar zum Teil sehr kuriose Tore“, versuchte 03-Coach Peter Hoffmann die Niederlage zu erklären. Dabei hatte das Spiel gut für die Hugenottenstädter angefangen. Partick Albert hatte nach einer Viertelstunde die Gäste in Führung gebracht, die Malcom Darffour nach Vorarbeit von Jan Gebhardt postwendend egalisierte. Eintracht-Neuzugang Ivan Strkalj gelang in der 25. Spielminute die Wende. Seinen Schuss fälschte Neu-Isenburgs Albert ab, sodass Lazar Kacarevic im 03-Tor keine Chance hatte. Den feldüberlegenen Gästen gelang in der 31. Minute der Ausgleich. Nach einer Flanke von Daniel Sachs köpfte Aljoscha Atzberger zum 2:2-Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte die Spielvereinigung druckvoll. Doch bis auf die eine Kopfballgelegenheit von Mario Rhein (80.), die Wald-Michelbachs Dennis Schitz mit einem Fallrückzieher vor der Torlinie klärte, blieben klare Torchancen aus. So reichte den Südhessen ein Treffer von Gebhardt (60.) – 25-Meter-Schuss in den Winkel – aus, den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel zu feiern.

„Die Taktik unseres Trainers ging voll auf. Wir haben aus der Defensive heraus einen vielumjubelten Sieg geholt. Neu-Isenburg hatte mehr Ballbesitz, doch die wichtigen Tore haben wir gemacht“, resümierte Wald-Michelbachs Pressesprecher Lothar Strusch. „Es gibt auch solche Spiele. Die Tore entscheiden und Wald-Michelbach hat seine gemacht und auch verdient gewonnen.“, lautete das Fazit von Hoffmann.

Tore: 0:1 Albert (15.), 1:1 Darffour (16.), 2:1 Strkalj (25.), 2:2 Atzberger (31.), 3:2 Gebhardt (60.).

Die Neuzugänge sind hungrig nach Erfolg
Wald-Michelbach, 04.07.2016
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Wald-Michelbach. Die Vorfreude auf die neue Runde ist ihnen allen gemein. Und die Motivation, in der Fußball-Verbandsliga etwas reißen zu wollen, sich zu profilieren, Fuß zu fassen und sich dann möglicherweise für höhere Aufgaben zu empfehlen. Die Eintracht Wald-Michelbach stellte bei einem Tag der offenen Tür jetzt ihre Neuzugänge für die kommende Saison in der ersten und zweiten Mannschaft vor.

Als „kleinen, aber edlen Verein“ hatte zuvor Eintracht-Präsident Peter Bihn den Club charakterisiert. „Gegebene Zusagen werden bei uns eingehalten“, betonte Bihn. Um unter dem Schmunzeln der Anwesenden hinzuzufügen: „Wenn etwas vergessen wird, dann müsst ihr daran erinnern.“ Die Neuzugänge, die ihn bisher noch nicht kennen, „werden mich sicher bald kennenlernen“, fügte der Präsident mit dem ihm eigenen trockenen Humor an.

Gespannt auf die Runde

Er blicke gespannt und mit Freude auf die neue Runde, sagte er. Bihn erwähnte darüber hinaus die Verantwortlichen an vorderster Front beim SV Eintracht. Etwa den Spielausschussvorsitzenden Josef „Seppl“ D’Apuzzo, die beiden Trainer Sebastian Haag (Erste) und Uwe Engert (1b). Darüber hinaus aber auch Sportdirektor Amir Imsirovic, Torwarttrainer Michael Löb, Physiotherapeut Stefan Trautmann und Kassenwart Wolfgang Wojcik. Er gehe davon aus, so der Präsident, dass die ETW in der kommenden Saison sportlich weiterkomme und sich vielleicht auch etwas besser positionieren könne. Zwei Drittel des Teams spielten schon lange zusammen und bildeten ein festes Fundament. Jedoch, meinte Bihn, „ist die Klasse sehr ausgeglichen“. Die sportliche Leitung habe es sehr gut „hingekriegt“, lobte er, gute Leute zu verpflichten und sei dabei trotzdem den Vereinsprinzipien treu geblieben. Besonders freute es ihn, mit Goran Abdulrazzak den ersten Flüchtling in der 1b integrieren zu können.

Trainer Haag freute sich, mit einem breiteren Kader in die neue Saison gehen zu können. Drei Abgängen stünden sechs Neuzugänge gegenüber. Zu manchen von diesen sei der Kontakt aus früheren Zeiten nie ganz abgebrochen, andere Spieler habe man gezielt angesprochen, weil man von deren Wechselabsichten erfahren habe. Weitere wiederum seien auf die Eintracht zugekommen - etwa weil sie gerne einmal Verbandsliga-Luft schnuppern wollten. Wie Haag betonte, waren bei der Verpflichtung die Positionen auf dem Platz „erst einmal zweitrangig“. Vielmehr sei es dem Verein wichtig gewesen, „dass die Spieler menschlich reinpassen“. Der Rest werde sich geben. Unter den Neuen sind seinen Worten nach „ambitionierte Leute“. Die wenigsten kämen aus den oberen Klassen und seien damit „hungrig nach Erfolg“. Unter der Moderation von Seppl D’Appuzzo stellten sich die Neuzugänge vor. Der 27-jährige Johann Wogowa verdiente sich seine ersten fußballerischen Sporen in Wald-Michelbach und spielte dann acht Jahre in Unter-Flockenbach. „Es wurde jetzt Zeit für neue Herausforderungen“, begründete er seinen Wechsel. In der kommenden Runde wolle er sich in der ersten Mannschaft „oft einbringen“. Ebenfalls aus Unter-Flockenbach kommt der gleichaltrige Simon Heckmann, der sich auf die anspruchsvolle Aufgabe in der höheren Klasse freut. Er hat seine sportlichen Wurzeln bei der SG Wald-Michelbach.

Lennart Kappes aus Birkenau ist heiß auf die Herausforderungen, die ihn zusammen mit der Eintracht in der Verbandsliga erwarten. Der 23-jährige Yunus Kavak, ebenso wie Giovanni Marino aus Heddesheim, erhofft sich „viele Einsätze“ in der kommenden Runde. Marino wiederum, mit 32 Jahren der „Senior“ der Neuen, strebt eine „eine tolle und verletzungsfreie Saison“ an. Er wolle gerne den jungen Spielern seine Erfahrung weitergeben. Einer von diesen ist etwa der 20-jährige Goran Ratkovic, der von Arminia Ludwigshafen in den Überwald wechselt. In der 1b strebt Talha Erdogan, der vom FSV Erbach zur Eintracht kam, „eine gute Saison mit einer jungen Mannschaft an“. Tayfun Büyükodabasi kommt von Türkspor wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte, wo er bereits in der Jugend aktiv war. Goran Abdulrazzak, der vor acht Monaten als Flüchtling von Syrien in den Überwald kam, spielte in seiner Heimat bereits Fußball, sagte er. tom


Wald-Michelbach. Eine rundum gelungene Fußballwoche liegt hinter dem TSV Aschbach. Der Verein richtete die Ortsmeisterschaft der Gemeinde Wald-Michelbach aus, die erwartungsgemäß mit der Eintracht Wald-Michelbach die in der höchsten Liga startende Mannschaft durch einen 4:2-Erfolg im Finale gegen das Überraschungsteam des FC Odin Schönmattenwag gewann. „Es waren durchweg sehr faire und gute Spiele, die Zuschauerresonanz war sehr erfreulich und vor allem hat auch das Wetter gehalten. Es hat auch keine nennenswerten Verletzten gegeben. Die Woche hat richtig Spaß gemacht“, zog Thomas Hindenlang vom TSV ein durchweg positives Fazit und zollte auch den Schiedsrichtern ein Lob für deren tadellose Leistung. Halbfinale: TSV Aschbach - FC Schönmattenwag 1:2: Die Mannschaft des neuen Spielertrainers Jan Schörling bestätigte auch im ersten Halbfinale die starken Auftritte in den Gruppenspielen. Der B-Ligist lieferte dem Gastgeber ein ausgeglichenes Spiel, das er am Ende nicht unverdient gewann. Patrick Brand brachte die Gäste nach 28 Minuten mit 1:0 in Führung, doch Daniel Jäger schaffte fünf Minuten vor der Pause den 1:1-Ausgleich für die Kreisoberliga-Absteiger. Unmittelbar nach Wiederbeginn legte Schönmattenwag aber wieder durch Brand das 2:1 vor. Die Aschbacher drängten in der Folgezeit auf den erneuten Ausgleich, doch viel mehr als ein gefährlicher Kopfball von Nick Weihrauch, der jedoch auf der Linie geklärt wurde, sprang dabei nicht heraus. Der FC Odin hielt die Führung und stand damit als erster Finalteilnehmer fest. ET Wald-Michelbach - SV Affolterbach 5:2: Auch wenn sich die Affolterbacher gegen den Verbandsligisten gut aus der Affäre zogen, war der Sieg für die Eintracht nie in Gefahr. Schon zur Pause lagen die Wald-Michelbacher durch ein Eigentor (17.) sowie zwei Treffer von Neuzugang Yunus Kavak (25.) und Malcom Darffour (31.) mit 3:0 in Führung. Jannik Müller verkürzte zwar nach 54 Minuten zum 1:3 für den A-Ligisten, doch Simon Heckmann stellte den Drei-Tore-Vorsprung wieder her (64.). Im Gegenzug traf Serkan Keskin zum 2:4, doch schon sechs weitere Minuten darauf stellte Andrej Juric den 5:2-Endstand her und besiegelte den Einzug der ET ins Endspiel. Wald-Michelbach vergab auch noch einen Elfmeter. Spiel um Platz 5: Türkspor Wald-Michelbach - SG Wald-Michelbach 1:9: Mit nur elf Mann angetreten, war der C-Liga-Titelfavorit gegen den Kreisoberligisten hoffnungslos unterlegen und musste eine deftige Klatsche hinnehmen. Gero Lammer mit drei Toren (6./12./28.), Neuzugang Markus Knapp (16.) und Florian Schmitt (29.) sorgten bei einem Eigentor für die 5:1-Pausenführung der SG. Nach dem Wechsel bauten die Wald-Michelbacher die Führung weiter aus. Sebastian Prasch, bisheriger Co-Spielertrainer, der nun auch seinen Pass nachholte und der SG so auch auf dem Platz zur Verfügung steht, machte das halbe Dutzend voll (52.), David Schmidt (60.), Abdi (64.) und Andreas Rebscher (90.) sorgten für den Endstand. Spiel um Platz 3: TSV Aschbach - SV Affolterbach 6:7: Was sich wie ein Ergebnis nach einem Elfmeterschießen liest, waren die torreichsten 90 Minuten bei der Wald-Michelbacher Ortsmeisterschaft. „Beide Mannschaften gingen angesichts des vierten Spiels innerhalb weniger Tage mitten in der Vorbereitung auf dem Zahnfleisch. Das erklärt die hohe Fehlerzahl auf beiden Seiten und damit auch das ungewöhnlich hohe Ergebnis“, meinte Hindenlang zu der Begegnung der beiden A-Ligisten. Beim „Tag der offenen Tür“ wechselte mehrfach die Führung, am Ende hatten die Affolterbacher die Nase knapp vorne. „Die Stürmer haben die Patzer dankend angenommen, für die Zuschauer war es eine lustige Sache“, schmunzelte Hindenlang. Die Torfolge: 0:1 Hilman (4.), 1:1, 2:1 Carsten Weihrauch (9./13.), 2:2 Hilman (24.), 3:2 D. Fink (36.), 3:3 Dörsam (52.), 4:3 Nick Weihrauch (56.), 4:4 Keskin (61.), 5:4 D. Fink (67.), 5:5 Keskin (69.), 5:6 Müller (77.), 6:6 Nick Weihrauch (77.), 6:7 Sattler (82.). Endspiel: ET Wald-Michelbach - FC Schönmattenwag 4:2: Dank einer starken Leistung bot der B-Ligist dem Verbandsligisten über 90 Minuten hinweg die Stirn. „Schönmattenwag hat das in der Defensive richtig gut gemacht. Die ET war zwar erwartungsgemäß klar überlegen, doch der FC Odin hat die Partie lange offen gehalten und sich sogar noch die eine oder andere weitere Chance erarbeitet“, war Hindenlang voll des Lobes für die Elf von Spielertrainer Jan Schörling. Ungeachtet dessen bezeichnete er die Eintracht als verdienten Sieger: „Die Klasse der Wald-Michelbacher hat sich schließlich durchgesetzt.“

Die Begegnung nahm zunächst den erwarteten Lauf, als Fetsch (11.) und Tobias Hastert (34.) die ET mit 2:0 in Front brachten. Doch Schönmattenwag schaffte nach 38 Minuten den 1:2-Anschlusstreffer durch Max Wilhelm. Nach einer Stunde stellten die Wald-Michelbacher dann aber die Weichen auf Sieg durch die Treffer von Lennart Kappes (60.) und Andre Roth (68.). Aber der FC Odin gab sich noch nicht geschlagen und konnte noch einmal durch Patrick Walter auf 2:4 verkürzen (78.). Mehr ließ die Eintracht dann aber doch nicht mehr zu und konnte so die verdiente Ortsmeisterschaft feiern.

Die Siegerehrung nahmen Bürgermeister Joachim Kunkel und der Zweite Vorsitzende des TSV, Klaus Weihrauch, vor. Sie übergaben der Eintracht den Wanderpokal. jün


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