Trainer verlängern

Wald-Michelbach. Mit der schon länger erwarteten Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Ralf Ripperger und Zweitmannschaftscoach Sascha Amend hat Fußball-Verbandsligist Eintracht Wald-Michelbach jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und in einer unklaren Situation angesichts der Corona-Krise Planungssicherheit geschaffen.
ETW-Vorsitzender Peter Bihn bekräftigte zudem das Ziel der Wald-Michelbacher, auch in der nächsten Saison –wann immer das auch sein mag –wieder zwei Mannschaften stellen zu wollen.

„Ralf Ripperger und Sascha Amend sind nicht nur Trainer, sie unterstützen uns sowohl bei Arbeitseinsätzen, Sponsorensuche und bei sonstigen sehr wichtigen Dingen“, sagte Bihn, der bereits in der Winterpause wissen ließ, dass einer Vertragsverlängerung nichts im Wege stehe.

Seit dem 8. März ruht der Spielbetrieb. Die erste Mannschaft steht in der Verbandsliga derzeit auf dem vierten Platz, punktgleich mit dem Dritten SV Unter-Flockenbach und nur vier Punkte hinter Tabellenführer 1. FC Erlensee. Das junge Kreisoberliga-Team rangiert auf einem gesicherten siebten Rang – sportlich gibt es also nichts zu meckern.

Loyal zum Verein

„Keiner weiß, wie es weitergeht! Diese generelle Entscheidung liegt in den politischen Händen. Ich bin überzeugt, dass im Amateurbereich so schnell noch keine Fußballspiele stattfinden werden“, sagte Bihn. Unabhängig davon müsse sich der Verein trotzdem mit der Situation befassen. Nach intensiven Gesprächen mit den Trainern und der Sportlichen Leitung sei man zu guten Ergebnissen gekommen. „Alle unsere Jungs, inklusive der Betreuer, stehen außergewöhnlich loyal zum Verein“, sagte Bihn, der zuvor bereits im OZ-Interview angekündigt hatte, dass sich der Verein auf finanzielle Abstriche einstellen müsse. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sponsoren verhalten. Viele von ihnen haben auch große finanzielle Probleme. Hier sind wir dabei, Lösungen zu finden“, sagte Bihn und fügte an: „Es wird sich vieles verändern, hoffen wir, dass wir alles lösen können.“

Fetsch und Wiegand gehen

Die ETW habe schon die Zusagen insbesondere von jungen Spielern. Offiziell abgemeldet für die neue Saison hat sich Marco Fetsch. Es war schon länger bekannt, dass er mit seinen Brüdern in seinem Heimatverein TSV Hambach zusammen spielen möchte. Außerdem geht der Torwart: Berufssoldat Tim Wiegand kann nach einer Dienstversetzung nicht mehr die weiten Fahrten auf sich nehmen.

„Tim ist ein Wald-Michelbacher, der sich immer zu 100 Prozent mit dem Verein identifiziert hat. Die aktuelle Nummer 1 zu verlieren, ist natürlich ein Verlust. Wir haben mit Tyron Darffour aber einen jungen talentierten Keeper, der seinen Weg auf Dauer gehen wird, wenn er weiter hart an sich arbeitet“, sagte Trainer Ripperger. Darffour, der jüngere Bruder von ETW-Stürmer Malcom Darffour, war in der Winterpause aus der A-Jugend des SV Waldhof Mannheim nach Wald-Michelbach gewechselt.

Für Ralf Ripperger (30) selbst wird es bereits die vierte Saison als ETW-Trainer sein. 2016 war der ehemalige Torwart als Co-Trainer von Sebastian Haag nach Wald-Michelbach gekommen.

„Es gab für mich auch eine andere Option in einem Nachwuchsleistungszentrum, aber der eingeschlagene Weg bei der Eintracht ist weiterhin das, was ich zusammen mit unserer Mannschaft, dem Trainerteam und auch der Sportlichen Leitung fortführen möchte“, sagte Ralf Ripperger: „Ich möchte gerade in dieser Zeit auch ein Zeichen setzen und mit meiner charakterlich wirklich tollen Mannschaft in die Zukunft blicken.“ Mit seiner Mannschaft will der Trainer gemeinsam durch die Krise gehen und noch viel erreichen.

Soziale Kontakte fehlen

„Die aktuelle Situation ist einfach sehr schwer. Aktuell genieße ich es zwar sehr, die Zeit mit meiner Frau zu verbringen und mit dem Rad oder zu Fuß die Heimat zu erkunden. Man lernt einfach zu schätzen, auf welchem Fleck Erde wir leben. Aber natürlich fehlen der Fußball und die sozialen Kontakte mit den Spielern und dem ganzen Umfeld im Sport“, sagte Ripperger. beg