Wald-Michelbach. 

2017 trat Ralf Ripperger die Nachfolge von Trainer Sebastian Haag bei Eintracht Wald-Michelbach an. Zuvor war er ein Jahr lang Co-Trainer gewesen und davor zwei Runden Spielertrainer beim FC Finkenbachtal. Wir sprachen mit dem 30-jährigen Coach, der gerade für eine fünfte Saison beim Fußball-Verbandsligisten verlängert hat.

Herr Ripperger, mussten Sie für Ihre Zusage lange überlegen?

Ralf Ripperger: Nein, ich musste nicht lange darüber nachdenken. Genauso haben sich auch die Gespräche gestaltet. Der Verein wollte mit mir verlängern, und ich werde mich gerne weiter mit voller Energie bei der Eintracht einbringen. Mir macht es Spaß, weiter mit der Mannschaft und dem Umfeld zu arbeiten. Das Zusammenspiel mit unserem Sportlichen Leiter Amir Imsirovic hat sich über die vergangenen Jahre sehr gut entwickelt.

Immerhin haben Sie ja auch gerade Nachwuchs bekommen.

 

Ripperger: Die Geburt unserer wundervollen Tochter im Dezember ist für mich eher ein Grund dafür, weiter in diesem Umfeld zu bleiben, als etwas Neues zu beginnen. Die ETW ist mittlerweile etwas Besonderes für mich – bei keinem anderen Verein habe ich als Spieler und Trainer so viel Zeit verbracht. Wir haben in den vergangenen Jahren etwas entwickelt, was es so in der Art nicht oft gibt. Diesen Weg will ich weitergehen.

Was sind Ihre Ziele?

Ripperger: Ich will mich nicht auf eine bestimmte Tabellenposition festlegen, aber ich denke, für jeden Sportler geht es darum, so erfolgreich wie irgendwie möglich zu sein. Wir haben in den vergangenen Jahren einen Weg eingeschlagen mit sehr vielen jungen Spielern aus der Region. Das ist für mich ein großes Ziel, den Verein weiterhin zu einer Top-Adresse für junge Talente zu machen, die hungrig darauf sind, gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen.


Schauen Sie auf die Tabelle beziehungsweise das Restprogramm, falls noch eine Hinserie zu Ende gespielt wird - immerhin ist Ihre Mannschaft derzeit Erster?

Ripperger: Das brauche ich nicht (lacht). Das Programm und auch die Tabellenkonstellation sind mir bekannt. Wir stehen momentan auf einem tollen Tabellenplatz, den wir bestätigen wollen. Das bedeutet aber, dass wir jede Aufgabe, die in der Restsaison ansteht, erfolgreich bestreiten müssen. Aber so denken wir generell als Mannschaft, und das zeichnet uns auch aus.

Im Winter kam Nicolas Worch aus der A-Jugend des SV Waldhof neu hinzu, was ist der Mörlenbacher für ein Spieler?

Ripperger: Nicolas hat bisher einige Male bei uns mittrainiert. Er ist ein ehrgeiziger, talentierter junger Spieler, den ich bevorzugt im zentralen Mittelfeld sehe. Er hat natürlich noch viel Arbeit vor sich, was ihm aber bewusst ist und was er auch mit viel Ehrgeiz angehen wird. Nicolas hat sich ganz bewusst für den vorzeitigen Wechsel in den Seniorenbereich und somit für eine große Aufgabe entschieden, hierbei wollen wir ihn wie alle unsere Spieler bestmöglich unterstützen. 
beg