Strittiger Elfmeter der Knackpunkt

Gegen Spitzenreiter Germania Ober-Roden lag Fußball-Verbandsligist Eintracht Wald-Michelbach am Samstag auf eigenem Platz lange gut im Rennen. Am Ende hatten die Gäste aber das nötige Glück auf ihrer Seite – unter anderen mit einem fragwürdigen Foulelfmeter – und gewannen 4:2.

In der 82. Minute kam Ober-Rodens Top-Torjäger Marco Christophori-Como im ETW-Strafraum zu Fall und der Unparteiische entschied auf Strafstoß, welchen der Angreifer auch selbst zum 3:2 verwandelte. Es war der Knackpunkt einer bis dahin ausgeglichenen Partie zweier Teams auf Augenhöhe. In den letzten zehn Minuten rannte die Eintracht dann schier hoffnungslos gegen das Abwehrbollwerk an. Das 3:3 lag zwar in der Luft, doch der Ball wollte für die ETW nicht mehr ins Tor. Auf der anderen Seite markierte Ober-Roden in der Nachspielzeit nach einem Konter den 4:2-Endstand – durch Christophori-Como.

Das Ergebnis war ärgerlich aus Sicht der Überwälder, denn lange stand die Partie auf Messers Schneide. Mit dem ersten Tor des Tages durch Boubacar Siby, der nach einem Eckball von Michel Klinger per Kopfball traf, nahm das Spiel an Fahrt auf. In der 65. Minute zimmerte Klinger den Ball an den Pfosten, wenig später erhöhte Vassilis Chatzigiannakis im Nachsetzen auf 2:0.

Doch Ober-Roden setzte in der Folge alles auf eine Karte und wurde für seinen Mut belohnt. Nach einer Unaufmerksamkeit der ETW-Abwehr gelang Leroy Enoch Ennon der 1:3-Anschluss für die Gäste (70.), nur drei Minuten später glich David Steman im Nachschuss zum 2:2 aus. Besagter Foulelfmeter wendete dann das Blatt zu Gunsten der Germania. ETW-Spieler Felix Fischer hatte Christophori-Como im Strafraum leicht touchiert und der Top-Torjäger der Liga ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

„Schade, denn in der zweiten Halbzeit ging es in die richtige Richtung für uns“, befand ETW-Pressesprecher Lothar Strusch. Etienne Imsirovic (Grippe) wurde vor allem im Mittelfeld am Samstag schmerzlich vermisst, Angreifer Jan Gebhardt wurde von den Gästen mit massiver Deckungsarbeit gezielt aus dem Spiel genommen. Trotzdem kam er vor allem in der Anfangsphase zu guten Chancen. Ein Unentschieden wäre nach Ansicht von Strusch denn auch das gerechte Ergebnis einer Begegnung gewesen, in welcher sich die Mannschaften über weite Strecken vor allem im Mittelfeld neutralisierten.

ET Wald-Michelbach: Wiegand, Fischer, Bundschuh, Sachs, Gebhardt, Darffour, Chatzigiannakis (ab 75. Fetsch), Klinger, Borgenheimer (ab 84. Jaap), Günther, Siby.
Tore: 1:0 Siby (58.), 2:0 Chatzigiannakis (69.), 2:1 Ennin (72.), 2:2 Stemann (75.), 2:3, 2:4 Christophori (84./FE, 92.).
Schiedsrichter: Stübing (Breitenborn).
Zuschauer: 180.
Beste ETW-Spieler: Siby, Bundschuh, Sachs. 
jaz